Herner Spatz für das we-house

Der Initiator Gerd Hansen und die Bewohner:innen erhielten in diesem Jahr den „Herner Spatz“.  Alle zwei Jahre vergibt die Biostation Östliches Ruhrgebiet die Auszeichnung an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich in ganz besonderer und vorbildlicher Weise um den Natur- und Umweltschutz in Herne oder der Region verdient gemacht haben. Eine Jury aus Vertreter*innen von BUND, NABU und Biologischer Station wählt die Ehrenpreisträger aus.

Die Auszeichnung wurde am 1. Dezember von Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda und dem ehemaligen Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann verliehen.

Begründung für die Preisvergabe

„Das ,we-house‘ Herne ist ein richtungsweisendes, vorbildliches Projekt, das von allen Beteiligten mit hohem Engagement getragen wird: für den Natur- und Umweltschutz und für ein gedeihliches Zusammenleben der Menschen in unserer Stadt.“

Pressespiegel

KulturKüche eröffnet

Als einer der letzten Bausteine des we-house Herne hat am 2.12.2023 um 10 Uhr mit dem 1. Samstags-Brunch die KulturKüche im EG eröffnet .

Auf dem Plan stehen: Frühstück • Mittagstisch • Kaffee & Kuchen • Kleine Abendkarte • weitestgehend bio • Auch vegane & vegetarische Angebote • Weinproben • Verkostungen • Familienfeiern • Weihnachtsfeiern • Kleinkunst • Ausstellungen …

Die KulturKüche wird in Eigenregie von der we-house management Gmbh betrieben.

https://www.kulturkueche-herne.de/

Tag der Nachbarn 2021

Am 28. Mai war der „Tag der Nachbarn“ –  initiiert von der Plattform nebenan.de.
Das hatten wir zum Anlass genommen, an den Bauzaun Richtung Kiosk einen Briefkasten zu hängen, in den die Nachbar:innen ihre Wünsche und Anregungen an uns, aber auch Ihre Befürchtungen werfen konnten.
Uns erreichten neben Besichtigungswünschen Bau-Beschwerden, Ideen für unser Bistro, Wünsche für die Platzentwicklung und Erinnerungen an die Kriegszeit.
Wer Kontaktdaten hinterlassen hatte bekam eine Antwort. Alle anderen müssen die Augen offen halten.

(17) UN-Ziele zur Nachhaltigkeit

Über die sozialen Medien waren wir auf eine Ausschreibung zu einem Preis aufmerksam geworden, der mutige Akteure und Projekte mit Vorbildfunktion zum Thema Nachhaltigkeit fördert.

Das hat uns motiviert, uns in Kleingruppen mit ausgewählten Themen zu beschäftigen und uns zu bewerben.

Diese Ziele haben wir ausgesucht:

  • Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
    Bezug zu uns: Ernährung saisonal und regional, Leben mit mehreren Generationen in  Zemeinschaft
  • Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
    Bezug zu uns: Grauwassernutzung, OnTop – Bewässerung Dachterrasse
  • Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern
    Bezug zu uns: Photovoltaik, Car-Sharing
  • Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten
    Bezug zu uns: Dachbegrünung, Zero-Waste, Car-Sharing
  • Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
    Bezug zu uns: Konsumverzicht, unverpackt-Laden, Dinge Teilen, regional einkaufen
  • Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
    Bezug zu uns: Gesamtkonzept we-house

Wir haben in unserer  Bewerbung unsere persönliche Vision vom gemeinschaftlichen nachhaltigen Leben im Bunker für diese Bewerbung in Worte gefasst und Mika beim Schritt in eine neue, nachhaltigere Art des
täglichen Lebens begleitet.

Wir wurden nicht in die Endrunde gewählt. Aber die Ausarbeitung der Bewerbung hat uns einen wertvollen Impuls gegeben, darüber ins Gespräch zu kommen, was die Ziele mit uns und unserem Projekt zu tun haben.

Ein Film hat unsere Bewerbung ergänzt:

Nun sind wir gefordert, den Worten Taten folgen zu lassen, um uns in einigen Jahren die Fragen zu beantworten:

Ist unser Energiekonzept aufgegangen?
Gehen wir in der Gemeinschaft wirklich sparsamer mit Ressourcen um als alleine?
Konnten wir Impulse in den Stadtteil geben?

Nachhaltiger Familienverbund

Interview mit Familie Tippmann

bunkerlebenherne: Hallo, Familie Tippmann!

Heike, Jörg-Christian, Mara:
Hallo we-house!

blh: Zwei Generationen in einem Haus, das nennt man auch „bei den Eltern wohnen“. Wenn ihr in den umgebauten Bunker einzieht, stimmt das nur teilweise. Erklärt mal!
H, J-C: Es ist schön zu wissen, dass wir getrennt leben und doch nicht weit weg.
M: In der WG kann ich selbstständig wohnen und habe immer noch die Möglichkeit meine Eltern oft zu sehen, ein bisschen Essen zu ergattern oder ein offenes Ohr zu bekommen.

blh: Vater und Tochter sind als Energieberater und Nachhaltigkeits-Studentin ja bestimmt auch aus beruflichem Interesse auf die Idee des we-houses im Bunker angesprungen. Wenn man weiß, was ihr wisst, kann man dann gar nicht mehr anders wohnen?
J-C: Das Projekt hat uns wirklich angesprochen, da es alle Aspekte, die in meiner Arbeit zu finden sind, enthält. Viele Dinge, die mir privat wichtig sind, ich gut und fortschrittlich finde werden im we-house umgesetzt.
M: Die meisten Leuten haben weder die Möglichkeit, noch die Mittel ihre Nachhaltigkeit auf das Level des we-houses zu bringen. Deswegen ist es ein großes Privileg überhaupt einziehen zu können und es ist dennoch möglich auch ganz andere Formen des Nachhaltigen Wohnens zu erwägen. Ich freue mich das we-house mitgestalten zu dürfen und mich so in meine neue Form des nachhaltigen Wohnens einbringen zu können.

blh: Interessiert dich nur die technische Seite des Projektes, Jörg-Christian?
J-C: Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust, Technik und Natur, was sich auch dadurch ausdrückt, dass ich meinen Zivildienst in der Naturschutzgruppe in Witten absolviert habe. Dadurch habe ich viele Skills, wie zum Beispiel Obstbaumschnitt, die ich mitbringe. Mich interessieren viele Dinge im We-House, da meine ich zum Beispiel die Grauwassernutzung oder auch die Begrünung.

blh: Was gefällt euch, Heike und Mara denn besonders am we-house?
H: Mir gefällt am besten das Teilen, nicht jeder muss alles besitzen, aber trotzdem die Möglichkeit zu haben sich zurückziehen zu können. Außerdem gefällt mir das Modell der Kommanditgesellschaft sehr gut, ich freue mich meine Miete dann für mich selbst zu zahlen.
M: Für mich ist die Möglichkeit studentisch zu leben, trotzdem viele Möglichkeiten vor Ort zu haben und das ganze noch nachhaltig gestalten zu können die absolute Besonderheit.

blh: Heike, du weißt, dass unsere Trinkhalle am Kurt-Edelhagen-Platz „Heike’s Kiosk“ heißt? Vielleicht braucht die Betreiberin ja mal eine Aushilfe ;-).
H: Das ist ja ein Zufall. Vielleicht wird meines Namesvetterin vom we-house inspiriert und bringt sich mit bei uns ein.

blh: Die „Bedürfnisanstalt/Warte- und Trinkhalle“ für den Wochenmarkt, wie sie zur Errichtung hieß, hat übrigens 2022 ihr 100-jähriges Bestehen – da lässt sich doch was draus machen!
H: Da bietet sich ja eine gemeinsame organisierte Festivität an!

blh: Vielen Dank für die Ausführungen und bis bald in Herne!